Harnwegsinfektionen

Harnwegsinfektionen gehören zu den häufigsten Infektionen im menschlichen Körper. Die Harnwege bestehen aus den Harnleitern, der Blase und der Harnröhre. Der Harntrakt ist innen mit einer Schleimhautschicht bedeckt. Wenn diese Schicht entzündet ist, spricht man von einer Harnwegsinfektion. Eine Harnwegsinfektion wird durch Bakterien, Viren und andere Krankheitserreger verursacht. Die verbreitetste Ursache ist das im Darm vorhandene E. coli-Bakterium, das vom Anus über die Harnröhre in die Blase eindringt. Das E. coli-Bakterium bindet sich an die Blasenwand und verursacht Entzündungen.

Symptome einer Harnwegsinfektion

  • Starke und stechende Schmerzen im Unterbauch oder im unteren Rücken
  • Das häufige Bedürfnis des Wasserlassens – oft mit einem Dranggefühl verbunden
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Unangenehm riechender Urin oder Blut im Urin

Harnwegsinfektionen bei Frauen

Harnwegsinfektionen treten bei Frauen häufiger auf als bei Männern, da die weibliche Harnröhre in der Nähe von Vagina und Anus liegt. Darüber hinaus ist die Harnröhre auch kürzer als bei Männern. Bakterien müssen sich nicht so lange fortbewegen, wie sie wollen, und gelangen daher bei Frauen leichter in die Blase.

Ursachen einer Harnwegsinfektion bei Frauen

Bei Frauen spielen auch andere Ursachen eine Rolle, wie Geschlechtsverkehr, Schwangerschaft, Hormonwechsel, falsche Toilettenhygiene (von hinten nach vorne statt von vorne nach hinten fegen). Das Waschen des Intimbereichs mit Seife oder Reinigungsmittel mit einem zu hohen pH-Wert kann ebenfalls eine Infektion verursachen. Die Vagina hat einen Wert zwischen 3,8-4,5. Wenn Sie den Intimbereich mit einem Waschmittel mit höherem pH-Wert waschen, ändert sich der Säuregehalt. Bakterien (und Pilze) gedeihen bei einem höheren pH-Wert besser. Der Gebrauch von Medikamenten wie Antibiotika oder Kortikosteroiden und eine Krankheit wie Diabetes mellitus können das natürliche Gleichgewicht des intimen Teils der Vagina stören und eine Harnwegsinfektion verursachen.

Gevoelige blaas

Harnwegsinfektionen bei älteren Menschen

Harnwegsinfektionen sind bei älteren Menschen sehr häufig. Die Erkrankung geht häufig mit Funktionsstörungen der Harnwege oder Anomalien der Harnwege selbst einher. Das ist schwer zu handhaben.

Harnwegsinfektionen bei älteren Frauen

Das Risiko einer Harnwegsinfektion ist bei älteren Menschen am höchsten. Während des Menopause kommt es zu einer Abnahme des Östrogens. Dadurch wird unter anderem die Schleimhaut der Vagina dünner. Darüber hinaus wird weniger Sekret erzeugt und der Säuregehalt ändert sich. Dies macht die Schleimhaut anfälliger für Infektionen.

Die Ursache einer Blasenentzündung

Ein Absacken der Gebärmutter kann die vollständige Blasenentleerung beeinträchtigen. Eine kleine Menge Urin verbleibt in der Blase, in der Bakterien sich leicht und schnell vermehren und eine Blaseninfektion verursachen können. Dies gilt auch für ältere Männer mit einer vergrößerten Prostata. Sie können die Blase nicht vollständig entleeren, was die Wahrscheinlichkeit einer Harnwegsinfektion erhöht.

Ältere Menschen in Pflegeeinrichtungen

Ältere Menschen, die noch eigenständig leben, sind seltener von einer Harnwegsinfektion betroffen als ältere Menschen, die aus physischen oder psychischen Gründen gepflegt werden. In den Niederlanden sind Harnwegsinfektionen die häufigsten Infektionen in Pflegeheimen.

Etwa 59% aller Infektionen in Pflegeheimen sind Harnwegsinfektionen.

Menschen mit Urin- oder Stuhlverlust

Harnwegsinfektionen können vermehrt bei inkontinenten Menschen auftreten. Da sie die Blasenmuskeln nicht richtig bedienen oder kontrollieren können, ist die Blase nicht vollständig entleert. Dies hinterlässt Urin in der Blase und erleichtert die Vermehrung von Bakterien. Patienten und Bewohner mit Inkontinenz werden häufig auch mit einem Blasenkatheter behandelt. Die Katheterisierung kann die Förderung des Bakterienwachstums  unterstützen. Darüber hinaus sind Inkontinenzprodukte eine Bakterienquelle, insbesondere bei Stuhlinkontinenz.

Menschen mit Anomalien im unteren Harntrakt

Eine veränderte Anatomie im unteren Harntrakt können eine Blasenentzündung verursachen. Diese Veränderungen können sehr unterschiedlich sein. Menschen, die beispielsweise an Nierensteinen leiden, haben ein sehr hohes Risiko für wiederkehrende Entzündungen. Eine Lähmung ist eine weitere Erkrankung, bei der die Gefahr einer Harnwegsinfektion besteht, da die Blase häufig nicht vollständig entleert werden kann. In einigen Fällen kann eine Operation eine Lösung bieten.

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Formen der Harnwegsinfektion

Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung wird auch oft als Zystitis bezeichnet. Der Verlauf einer Blasenentzündung ist in der Regel recht harmlos. Symptome können sein: Harndrang oder „leerer“ Harndrang, Schmerzen und ein brennendes Gefühl beim Harndrang, trüber und schlecht riechender Urin, Bauch- oder Rückenschmerzen und manchmal Blut im Urin. Sollte eine Blasenentzündung mehrere Tage auftreten so sollte ein Gespräch mit einem Arzt geführt werden um Folgen, wie eine Nierenbeckenentzündung, zu vermeiden.

Nierenbeckenentzündung

Oft wird eine Nierenbeckeninfektion durch eine unsachgemäß behandelte Blasenentzündung verursacht. Darüber hinaus kann es durch Blockaden im Harntrakt verursacht werden. Blockaden können durch einen Klumpen, Nierensteine ​​oder eine vergrößerte Prostata verursacht werden. Eine Infektion des Nierenbeckens ist viel schwerwiegender als eine Blasenentzündung und sollte unverzüglich von einem Arzt untersucht werden. Die Symptome sind: Fieber, Erbrechen, Schmerzen beim Wasserlassen, sowie Schmerzen unter den Rippen, die auf die Genitalien ausstrahlen können.

Welche Produkte benötige ich bei einer Infektion?

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Um eine Ausbreitung zu vermeiden

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